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Lyrik

Liberty - Freiheit

 Those who would give up Essential Liberty
to purchase a little Temporary Safety,
deserve neither Liberty nor Safety.
 
 
Wer die Freiheit aufgibt,
um Sicherheit zu gewinnen,
wird am Ende beides verlieren.
 
 
 
Benjamin Franklin
23.4.10 10:41


Die Einladung

Es interessiert mich nicht, womit du dein Geld verdienst.
Ich will wissen, wonach du dich sehnst und ob du die Erfüllung deines Herzenswunsches zu träumen wagst.

Es interessiert mich nicht, wie alt du bist.
Ich will wissen, ob du es riskierst, dich zum Narren zu machen auf deiner Suche nach Liebe, nach deinem Traum, nach dem Abenteuer des Lebens.

Es interessiert mich nicht, welche Planeten ein Quadrat zu deinem Mond bilden.
Ich will wissen ob du deinem Leid auf den Grund gegangen bist und ob dich die Ungerechtigkeiten des Lebens geöffnet haben, oder du dich klein machst und verschließt, um dich vor neuen Verletzungen zu schützen.

Ich will wissen, ob du Schmerz - meinen oder deinen eigenen - ertragen kannst, ohne ihn zu verstecken, zu bemänteln oder zu lindern.

Ich will wissen, ob du Freude - meine oder deine eigene - aushalten, dich hemmungslos dem Tanz hingeben und jede Faser deines Körpers von Ekstase erbeben lassen kannst, ohne an Vorsicht und Vernunft zu appellieren oder an die Begrenztheit des Menschseins zu denken.

Es interessiert mich nicht, ob das, was du mir erzählst, wahr ist.
Ich will wissen, ob du andere enttäuschen kannst, um dir selbst treu zu bleiben; ob du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst, um deine eigene Seele nicht zu verraten; ob du treulos sein kannst, um vertrauenswürdig zu bleiben.

Ich will wissen, ob du die Schönheit des Alltäglichen erkennen kannst, selbst wenn sie nicht immer angenehm ist und ob ihre Allgegenwärtigkeit die Quelle ist, aus der du die Kraft zum Leben schöpfst.

Ich will wissen, ob du mit Unzulänglichkeit leben kannst - meiner oder deiner eigenen - und immer noch am Seeufer stehst und der silbrigen Scheibe des Vollmonds ein uneingeschränktes "JA!" zurufst.

Es interessiert mich nicht, wo du wohnst oder wie reich du bist. Ich will wissen, ob du nach einer kummervoll durchwachten Nacht zermürbt und müde bis auf die Knochen aufstehen kannst, um das Notwendige zu tun, damit deine Kinder versorgt sind.

Es interessiert mich nicht, wen du kennst oder wie du hierher gekommen bist.
Ich will wissen, ob du inmitten des Feuers bei mir ausharren wirst, ohne zurückzuweichen.

Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem du studiert hast.
Ich will wissen, was dich von innen heraus trägt, wenn alles andere wegbricht.

Ich will wissen , ob du mit dir selbst allein sein kannst und ob du den, der dir in solch einsamen Momenten deines Lebens Gesellschaft leistet, wirklich magst.


Oriah Mountain Dreamer
2.6.09 00:43


Vernuft

Die Vernunft quält das Herz, ohne es zu überzeugen.
Marie Jeanne de Riccoboni

17.11.08 20:33


Leidenschaft

Zärtlichkeit ist stille Leidenschaft

Joseph Joubert

2.8.08 20:12


weitergehen.....

Es sollte Uhren geben,
die nur weitergehen,
wenn die Zeit die du lebst,
sich lohnt.

Urs Widmer

27.5.08 11:18


was ich nie gesucht habe....

Unendlich gelassen
die Augen geschlossen
nichts missend, nichts suchend,
atmet mein Atem sie ein
wie den Geruch des Meeres
und ich versinke
und finde was ich nie gesucht habe
das Zuhause meiner Seele

-unbekannt-
7.5.08 15:10


Panther

Sein Blick ist vom vorübergeh´n der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist´s, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Sein Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz voll Kraft um eine Mitte
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf.
Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannter Stille
und hört im Herzen auf zu sein.

Rainer Maria Rilke
22.4.08 18:54


Träume

Träume deine Träume groß genug.
Bis sie auf der Erde ankommen,
sind sie eh kleiner geworden.

indianisches Sprichwort

15.4.08 11:18


menschliche Verhältnisse

Denn es ist nicht die Trägheit allein, welche macht, daß die menschlichen Verhältnisse sich so unsäglich eintönig und unerneut von Fall zu Fall wiederholen, es ist die Scheu vor irgendeinem neuen, nicht absehbaren Erlebnis, dem man sich nicht gewachsen glaubt.

Aber nur wer auf alles gefaßt ist, wer nichts, auch das Rätselhafteste nicht, ausschließt, wird die Beziehung zu einem andren als etwas Lebendiges leben und wird selbst sein eigenes Dasein ausschöpfen.


Rainer Maria Rilke
Ausschnitt aus
Briefe an einen jungen Dichter

8.3.08 08:04


...entscheiden....

Im Leben muß man
sich zwischen dem
Seelenfrieden
und dem
Sinnesglück
entscheiden.

Schiller

......geht es nicht auch einfacher?

13.1.08 13:58


fühlen und denken

Wer glücklich ist
fühlt
wer unglücklich ist
denkt

Joachim Fernau

12.12.07 08:51


wage den Blick über den Horizont


...

Ich möchte dir zeigen daß der Horizont
durchaus aufgehen kann
wie ein riesiger Vorhang
und es möglich ist sich
über den Rand der Welt
zu beugen
wo das Leuchten einer Sonnenblume
die Blüten des Tages erhellt.
...

Auszug aus dem Gedicht
Hexeneinmaleins zum Träumen
von
Gioconda Belli

10.12.07 12:21


Riese oder Zwerg

Bevor du einen Riesen fürchtest,
schau nach,
ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist.

unbekannt

26.11.07 21:25


Augenblick

Der
Augenblick
ist
nichts
als
der
wehmütige
Punkt
zwischen
Verlangen
und
Erinnern.

Robert Musil

21.11.07 19:40


Worte sind Fenster

oder sie sind Mauern

Ich fühle mich so verurteilt von deinen Worten,
Ich fühle mich so abgewertet und weggeschickt,
Bevor ich gehe, muss ich noch wissen;
Hast du das wirklich so gemeint?
Bevor ich meine Selbstverteidigung errichte,
Bevor ich aus Verletzung und Angst heraus spreche,
Bevor ich diese Mauer aus Worten baue,
Sage mit, habe ich richtig gehört?
Worte sind Fenster oder sie sind Mauern,
sie verurteilen uns oder sprechen uns frei.
Wenn ich spreche und wenn ich zuhöre,
Licht der Liebe, scheine durch mich hindurch.
Es gibt Dinge, die ich sagen muss,
Dinge, die mir so viel bedeuten.
Wenn sie durch meine Worte nicht klar werden,
Hilfst du mir, mich freizusprechen?
Wenn es so schien, als würde ich dich niedermachen,
Wenn du den Eindruck hattest, du wärst mir egal,
Versuch' doch bitte, durch meine Worte hindurch zu hören
Bis zu den Gefühlen, die wir gemeinsam haben.

Ruth Bebermeyer

14.10.07 10:03


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